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Abschied, Flug und Ankunft in Ghana

Autor: franzi | Datum: 04 September 2017, 21:47 | 3 Kommentare

Hier nun mein erster Blog-Eintrag, indem ich vom Abschied, dem Flug sowie der Ankunft in Ghana berichten möchte:

Abschied und Flug

Am Bremer Flughafen angekommen erfolgte nach einer reibungslosen Gepäckaufgabe der schwere Abschied. So lange weg, für so lange Zeit. Dass es jetzt wirklich soweit ist und losgeht habe ich dann allerdings erst richtig realisiert, also der Flieger zur Startbahn gerollt ist. In Paris habe ich dann nach einer elendig langen Passkontrolle auf dem riesigen Flughafen Merlit getroffen, was eine Erleichterung, ab dann waren wir zu zweit!

In Paris haben wir dann etwas länger gesessen als erwartet, unser Boarding erfolgte dann mit ca. zwei Stunden Verspätung. In der Wartezeit haben wir jedoch nicht nur einen anderen Weltwärts-Freiwilligen, sondern auch einen Ghanaer getroffen, der aus Ho kommt und in Halle arbeitet, wie klein die Welt doch ist?! Wir haben uns sehr nett mit ihm unterhalten und er hat uns ganz viel von Ghana und Ho erzählt, sodass unsere Vorfreude und vor allem unsere Neugierde immer weiter stiegen.

Ankunft in Ghana

Mit den zwei Stunden Verspätung, mit denen wir losgeflogen sind, kamen wir letztendlich auch in Accra an. Dort mussten wir wieder durch verschiedene Kontrollen. Vor der ersten Kontrolle erreichte mich eine SMS von Air-France: „Flug AF780: Gepäck Nr. 326019 kann bei der Ankunft nicht ausgeliefert werden und wird nachgeschickt. Bitte melden Sie sich am Air France Gepäckschalter.“ Viel zu müde, um diese Nachricht wirklich ärgerlich zu finden, haben wir einfach nur darüber gelacht. Am Gepäckband angekommen, kam dann mein als „nicht auslieferbar“ gemeldeter und als vermisst geglaubter Rucksack als eines der ersten Gepäckstücke herausgefahren. Ihr glaubt gar nicht, wie erleichtert ich war, dass doch nichts verloren gegangen ist. Doch zu früh gefreut! - Merlits Gepäckstücke waren eine der letzten, die auf dem Band an uns vorbeikamen, dann wurde die Gepäckausgabe geschlossen, und mein Koffer? - Der fehlte! Tja, also dann, es half ja nichts, sind wir erstmal Richtung Ausgang gegangen.

In der Flughafenhalle haben wir dann unseren Mentor und einen weiteren Mann von der Kirche getroffen. Da haben wir uns dann direkt unseren ersten „Ärger“ abgeholt, weil wir so spät erst rauskamen und uns nicht gemeldet haben, was los ist, und sie sich daher große Sorgen um uns gemacht haben. Als wir uns erklärt haben war der Ärger dann aber relativ schnell verflogen und man half mir am Gepäckschalter nach meinem Koffer zu fragen. Der ist wohl noch in Paris und kommt mit dem nächsten Flieger nach Accra, wo er dann abgeholt werden muss. Daraufhin wurde mir gesagt, man erledige das für mich, mir meine Gepäckunterlagen und meinen Reisepass „weggenommen“ und dann haben wir draußen unser restliches „Abhol-komitee“ getroffen und wurden freundlichst begrüßt, obwohl auch sie schon seit 4 ½ Stunden auf uns gewartet haben. Im Auto ist mir dann bewusstgeworden, dass man seinen Reisepass eigentlich nicht abgeben sollte und habe noch einmal nachgefragt. Man hat mich daraufhin beruhigt und gesagt, dass das schon in Ordnung ist, und die sich für mich um alles kümmern, und ich mir keine Sorgen machen soll, und sie mir meinen Koffer und meinen Reisepass dann nach Accra bringen. Jetzt bin ich einmal sehr gespannt, ob mein Koffer wirklich noch in Paris war und nun auf dem Weg zu mir ist…ich werde berichten! Darin sind mein Moskito-Netz, fast alles an Medikamenten, mein dünner Baumwollschlafsack, meine Mal-Sachen, meine Querflöte und noch einiges an Klamotten…gut, dass ich aber die Klamotten soweit aufgeteilt habe, dass ich jetzt hier auch schon eigentlich alles da habe, nur halt weniger.

Die Fahrt von Accra nach Ho hat dann noch einmal ca. 3 Stunden gedauert, mitten in der Nacht. Wir waren totmüde, aber schlafen konnte ich kaum. Zum Einen war es sehr eng im Auto, sodass ich mich nirgendwo so richtig ausbreiten oder ordentlich anlehnen konnte und was viel wichtiger war: Es war einfach so interessant alles zu beobachten: Wir sind noch ewig lange durch Accra und seine Vororte gefahren, es gab so viel zu sehen, Straßenmärkte, die zwar fast alle geschlossen waren, aber die dennoch sehr eindrucksvoll sind, wenn man so etwas noch nie zuvor gesehen hat. Ziegen, Schafe und Hunde auf den Straßen und die „Zoll-Stationen“, an denen man für die Straßennutzung zahlen musste (wenn ich es richtig verstanden habe), sowie „Checkpoints“ an denen Polizisten Kontrollen durchführen, außerdem überall diese Hubbel, die dafür sorgen, dass man nicht zu schnell fährt und einen beim drüber fahren ordentlich durchschütteln, eine tolle Brücke über den Volta-See und noch vieles mehr…

An unserem neuen zu Hause angekommen hat man uns noch das nötigste gezeigt und erklärt, bevor wir vor lauter Erschöpfung einfach nur ins Bett gefallen sind!

Was wir die ersten Tage so erlebt haben und welche ersten Eindrücke ich von Ghana bzw. Ho bekommen habe, werde ich bestimmt im nächsten Eintrag schreiben! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meine Einträge weiterhin lest! Über Feedback oder Fragen bin ich übrigens auch sehr dankbar! Ich hoffe auch, dass ich bald die ersten Bilder hochladen kann, weiß aber noch nicht, wie ich die Blog-Einträge online stellen kann, da ich erst noch herausfinden muss, ob und wie ich an W-Lan komme ;-) Aber wenn ihr das hier online lesen könnt scheint es geklappt zu haben, oder ich habe es doch über mein mobiles Netz hochgeladen! Fotos könnt ihr auf jeden Fall zwischendurch mal in meinem Whatsapp-Status verfolgen :-) (wer meine ghanaische Handynummer noch braucht kann mir gerne schreiben).

[EDIT: Bevor ich es vergesse, teile ich euch einmal direkt mit, dass mein Koffer am Donnerstagabend in Accra gelandet ist, von jemandem von der Kirche abgeholt und am Freitagnachmittag unversehrt und vollständig bei mir angekommen ist – was ein Glück!!!]

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Kommentare

  1. 1. Katrin  |  05 September 2017, 05:17

    Meine liebe Franzi, wie aufregend das klingt, und wie gut, dass Ihr schnell zu zweit gewesen seid und Dein Koffer wieder da ist! Wir wünschen Dir weiter ganz viele tolle Erlebnisse, sei gedrückt!!! Liebe Grüße! Katrin und Co

  2. 2. Friederike  |  05 September 2017, 07:10

    Deine Erlebnisse klingen total schön und aufregend! Teilweise sehr abenteuerlich  wie gut, dass dein Koffer und Pass wieder da sind L Ich bin gespannt, was du noch alles erlebst.
    Ganz liebe Grüße von Friederike und Sönke d

  3. 3. Elfi  |  15 September 2017, 22:06

    Liebe Franzi,

    spannend zu lesen, was du so im fernen Ghana erlebst. Freu mich auf weitere Erlebnisse von Dir!

    Liebe Grüße,
    Elfi

 

 

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