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Wohnsituation und -abenteuer

Autor: franzi | Datum: 21 September 2017, 14:24 | 3 Kommentare

In diesem Blogeintrag möchte ich euch erzählen, wie Merlit und ich wohnen und welche Abenteuer wir schon bezüglich unserer Wohnsituation erlebt haben, sodass ihr es euch etwas vorstellen könnt:

In der Nacht unserer Ankunft hat man uns zu einem Haus in der hinteren Ecke des Geländes der Verwaltung der E.P. Church gefahren. Dieses Haus (so sagte man uns) solle nur für ein paar Tage unsere Unterkunft sein, weshalb wir die ersten Nächte gemeinsam in einem Zimmer schlafen sollten. Wir waren sehr unsicher, wieweit wir uns einrichten sollten oder eben auch nicht, weil auch die vorangegangenen Freiwilligen schon in die neue Wohnung umziehen sollten und dies nie passiert ist. So warteten wir also gespannt ab. Die Pläne klangen allerdings sehr konkret, es sollte nur noch eine Tür von einem Tischler repariert werden und die Wohnung sollte noch für uns geputzt werden…

…am Freitag, den 8. September 2017 war es dann tatsächlich und entgegen unserer Erwartungen soweit: Abends gegen 7 Uhr standen unsere Umzugshelfer auf der Matte und es wurde angefangen unsere ganzen Sachen (neben den persönlichen auch die Betten, Matratzen, Kühlschrank, Herd, Kochutensilien etc.) von unserem bisherigen Wohnhaus zu einer ebenfalls auf dem Gelände liegenden Gebäude zu tragen. Hier sollten wir die erste Etage mit vier Schlafzimmern, zwei Badezimmern, einer Küche, einem großzügigen Wohn- und Esszimmer und einem großen Balkon beziehen. Zwei der Schlafzimmer und ein Badezimmer werden jedoch als Abstell-, Gerümpel- und Müllkammern verwendet. Zu unserer großen Überraschung war die Wohnung, entgegen unserer Auskunft, nicht geputzt. Nicht einmal annähernd. Es sah so aus, als würde der Staub und Sand von den letzten 2 Jahren hier drin liegen. Es hieß dann, dass wir provisorisch wieder in ein gemeinsames Zimmer ziehen sollen mit einem Bett und dann am nächsten Tag putzen. Ich war wirklich schockiert und enttäuscht und auch ein wenig sauer, weil ja nun alle Sachen schon hier waren und uns am nächsten Tag eine riesige Putzaktion bevorstand, die wir schon längst hätten Meistern können, bevor alle unsere Sachen hier im Weg lagen. Am nächsten Morgen bekamen wir dann Hilfe beim Putzen, und schon sah die Welt wieder ganz anders aus. Insbesondere nachdem der Tischler da war und mir Schrankbretter für den Schrank in meinem Zimmer angepasst hatte und ich quasi alles hatte, was ich brauchte. Jetzt (sauber) ist die Wohnung wirklich schön und vor allem im Vergleich zu anderen Wohnungen, die wir bis jetzt gesehen haben luxeriös und groß! Wir konnten uns nun endlich Einrichten!

Schnell lernte ich die Wohnung zu schätzen, allein wegen der Privatsphäre, die man dadurch hat, dass man die Eingangstür verschließen kann und Gäste dann klingeln müssen und nicht einfach irgendwelche wildfremden Menschen bei uns im Wohnzimmer sitzen, wenn wir kommen (so wie es in dem alten Haus war). Alle Anderen finden es zwar schade, weil das andere Haus abgelegener lag und sich daher mehr für Partys eignete, aber ich denke auch hier werden wir mal feiern können. Schließlich ist es sowieso immer und überall laut hier!

Das nächste Abenteuer mit der Wohnung ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Von Montag, den 11. September 2017 bis Montag, den 18. September 2017 hatten wir kein fließendes Wasser mehr im Haus. Da Eric (unser Mentor) auf Dienstreise in Kenia war, hatten wir keinen, der sich schnell darum kümmern konnte, unser Problem zu beheben. Wir hatten zwar mehrere Leute damit beauftragt, aber passiert war leider nichts. Als Eric dann am Wochenende wiederkam, hat er sich sofort darum gekümmert und als Merlit am Montag in die Küche kam und dort das Wasser fließen sah sind wir wirklich ausgeflippt vor Freude, weil wir beide nicht mehr wirklich daran geglaubt haben, dass es tatsächlich kommt, weil man uns immer wieder auf den nächsten Tag vertröstet hatte! In der Woche ohne Wasser konnten wir zum Glück noch in unserem alten Haus duschen und von dort Wasser in Eimern und Töpfen holen. Das war zwar sehr aufwendig und mühsam, aber hat uns doch dazu motiviert Wasser möglichst zu sparen. Jetzt, wo das Wasser wieder läuft, ärgere ich mich gar nicht mehr so sehr darüber, dass ich nur kalt duschen kann, sondern freue mich viel mehr darüber, dass aus dem Duschkopf überhaupt Wasser kommt! Ich glaube, solche Aktionen helfen mir wirklich, meine eigenen Ansprüche mal etwas herunterzuschrauben und auch mit weniger zufrieden zu sein, genau das, was ich mir von dem Jahr erhoffe. Mal sehen, was sonst noch so passiert und mal sehen, was mit meinen Ansprüchen passiert, wenn ich wieder zurück in Deutschland bin und all den Luxus wieder haben kann. Auf einiges freue ich mich wirklich jetzt schon und darauf möchte ich nicht für immer verzichten (z.B. meine Waschmaschine und den Staubsauger). Aber auch die weiß ich jetzt schon mehr zu schätzen, als ich es vorher tat. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit das alles zu haben!

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Kommentare

  1. 1. Friederike  |  25 September 2017, 19:30

    Das klingt wirklich abenteuerlich! Wie gut, dass ihr nun etwas privater wohnt und euch wohlfühlt und nun auch wieder Wasser habt! Gibt es auch warmes Wasser oder nur Kaltes?
    Bilder von eurer Unterkunft wären interessant!
    Ganz liebe Grüße aus Oldenburg! d

  2. 2. Friederike  |  25 September 2017, 19:32

    Das klingt wirklich abenteuerlich! Wie gut, dass ihr nun etwas privater wohnt und euch wohlfühlt und nun auch wieder Wasser habt! Gibt es auch warmes Wasser oder nur Kaltes?
    Bilder von eurer Unterkunft wären interessant!
    Ganz liebe Grüße aus Oldenburg!

  3. 3. Franzi  |  10 Oktober 2017, 21:17

    Liebe Friederike,

    hier ist so einiges etwas abenteuerlich, aber dafür bin ich ja hier! Die Wohnung gefällt mir mittlerweile wirklich ganz gut. Wir hatten nun schon den zweiten Wasserausfall, diesmal sogar für 10 Tage - wirklich total ätzend und auch für hier nicht normal, auch wenn es Familien gibt, die ihr Wasser immer aus Brunnen holen..
    Unser Wasser ist leider nur kalt, was mich am Anfang sehr gestört hat und wo ich gesagt habe, dass ich mich nie daran gewöhne - ABER: Jetzt, nachdem wir zwei mal gar kein Wasser hatten so lange Zeit, ist selbst kaltes Wasser eine reine Freude, wenn es denn fließt!!
    Bilder von der Unterkunft lade ich auf jeden Fall noch hoch, das ist hier mit dem Internet leider nicht ganz so einfach...

    Ganz liebe Grüße aus Ghana, Franzi

 

 

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