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Ghanaisches Essen I

Autor: franzi | Datum: 25 September 2017, 21:48 | 2 Kommentare

Wir haben bereits unsere ersten Erfahrungen mit ghanaischem Essen gemacht (wie ihr auch in dem Blogeintrag mit dem Red-Red-Rezept sehen könnt). Zunächst haben wir die erste Woche noch im Hotel hier bei uns auf dem Gelände gegessen. Und das dreimal täglich: morgens, mittags und abends, wo für uns gekocht wurde, was wir uns wünschten – aber was wünscht man sich hier so? - Wir hatten keine Ahnung und haben uns dann auch erst einmal voll blamiert, als wir Reis mit Erdnusssauce bestellt haben, wofür wir vom gesamten Personal ausgelacht wurden (aber wir haben bekommen, was wir wollten). Mittlerweile haben wir herausgefunden, dass man hier schon vieles mit Erdnusssauce essen kann, man allerdings keine „Peanutsauce“ bestellt, sondern „Groundnutstew“ bzw. „Groundnutsoup“ bestellen muss. (Aber auch das bekommt man nicht immer im Hotel.) Ansonsten haben wir hier schon sehr viele Sachen probieren können und eine super leckere Pizza bekommen!Unser Mentor hat uns zu seiner Frau und sich nach Hause eingeladen, wo wir bereits gezeigt bekommen haben, wie man traditionell Fufu stampft und wie man es dann mit den Händen isst. Sie wusste, dass wir Vegetarier sind, und hat darauf Rücksicht genommen und uns eine Suppe ohne Fisch gekocht (allerdings trotzdem mit Fischsud oder so, das ist hier einfach überall dran). Uns wurde alles ausführlich erklärt, alle Fragen beantwortet und versprochen, uns noch öfter einzuladen und uns auch auf dem Markt und so alles zu zeigen, sodass wir lernen, das alles selbst zu kochen. Das ist wirklich super, denn ich würde zwar behaupten, dass ich grundsätzlich kochen kann, aber mit den begrenzten und teilweise unbekannten Zutaten, weiß ich auch nicht immer sofort was anzufangen. Für das nächste Mal haben wir gesagt, dass wir nichts extra gekocht brauchen, sondern das gleiche Essen, wie alle anderen auch, nur eben ohne Fischstücke und Fischköpfe in unserem Teller, ich glaube, das war sehr mutig, denn der Fisch riecht schon immer sehr extrem, aber wir werden es versuchen! Schließlich ist es hier das traditionelle Essen, was man zumindest probieren muss! Und vielleicht gewöhnen wir uns ja auch an den Geschmack und den Fisch?

Eigentlich alle traditionellen Gerichte scheint man hier an der Straße kaufen zu können. Das ist für mich noch etwas ungewohnt, weil es auch einfach keine Speisekarte gibt und man gucken muss, was angeboten wird. Manchmal traue ich mich gar nicht zu fragen, was sie verkaufen, weil dann oft erwartet wird, dass man auch etwas kauft und ich einfach keinen Fisch oder Fleisch kaufen und Essen mag. Noch orientieren wir uns daher an dem, was andere wo kaufen und haben uns zum Beispiel von den anderen Freiwilligen zeigen lassen, wo man auf dem Markt „Togo-Bread“ bekommt. Das kommt angeblich aus Togo (daher der Name), weshalb man es nur an Markttagen kaufen kann und ist ein Baguette, welches mit Salat, Nudeln, Mayo und auf Wunsch noch Fisch und/oder Bohnen gefüllt wird. Ja, ich weiß, eigentlich so ziemlich viel, was man nicht essen sollte (weder gekocht, noch geschält), aber ich habe bis jetzt alles so gegessen und auch alles gut vertragen. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig hier, wenn man eingeladen wird. Fufu wird zum Beispiel mit ganz viel Wasser gestampft und danach nicht noch einmal erhitzt, Tomaten und Salat mit dem Leitungswasser gewaschen, mit dem man sich (zumindest wenn man deutsche Ärzte fragt) noch nicht einmal die Zähne putzen sollte. Aber wie gesagt, ich hatte noch keinerlei Probleme! Hoffen wir, dass es so bleibt!

Ansonsten ist es schön, was man hier alles an Früchten kaufen kann! Mango hat leider noch keine Saison, aber Ananas, Orangen, Bananen etc. gibt es ohne Ende. Und meine Entdeckung: frische Kokosnüsse! Die sind wirklich ganz anders, als die getrockneten, die man in Deutschland kaufen kann. Man bekommt sie für 2-2,5 Cedi, also 40-50 Cent das Stück an der Straße zu kaufen. Der Verkäufer schlägt sie für einen auf, dann trinkt man das ganze Kokoswasser (und frische Kokosnüsse sind wirklich voll damit), bekommt sie danach weiter aufgeschlagen, sodass man das Fruchtfleisch mit einem Löffel, der aus der Schale gemacht wird, auslöffeln kann. Wirklich köstlich!

So ihr Lieben, mehr fällt mir zu dem Essen gerade nicht ein, aber da ich noch lange nicht alles probiert habe wird es sicherlich noch weitere Berichte zum Essen hier geben!

Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr friert noch nicht so sehr in Deutschland! Ganz liebe Grüße aus dem warmen Ho,

Franzi

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Kommentare

  1. 1. Martin  |  01 Oktober 2017, 18:56

    Hi Franzi,

    dein Eintrag zu dem Essen liest sich ja spannend, hoffentlich kriegst du nicht versehentlich doch mal Fleisch ;) Ansonsten lernt man fremde Umgebungen und Länder ja gern mal durch die Speisen kennen und ich beneide dich doch schon, dass du dich da durchprobieren darfst. Vor allem wegen der Erdnusssauce (oder Erdnusssuppe) xD

    Liebe Grüße,

    Martin

  2. 2. Franzi  |  10 Oktober 2017, 21:13

    Lieber Martin,

    also hier ist glaube ich fast überall zumindest Fleisch- oder Fischsud mit drin...und ich fürchte, ich komme da nicht drum herum, auch mal Fisch und Fleisch hier zu probieren...eigentlich möchte ich es auch, weil es ja dazu gehört, aber es fällt mir wirklich nicht so einfach...

    Ganz liebe Grüße aus Ghana
    Franzi

 

 

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