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Das Straßenkinderprojekt - Nenyo Haborbor

Autor: franzi | Datum: 25 November 2017, 16:11 | 1 Kommentare

Meine lieben fleißigen Leserinnen und Leser,

lange musstet ihr euch gedulden, bis ihr endlich etwas von meinem (Arbeits-)Alltag hört. Den Rundbrief für meine Unterstützerinnen und Unterstützer, in dem ich viel zu meinem allgemeinen Tagesablauf geschrieben habe lade ich euch wie versprochen in etwas angepasster Form hoch, sobald ich von der VEM das „okay“ habe. Nun habe ich mich aber schon einmal dazu entschlossen, euch ein bisschen mehr über das Straßenkinderprojekt „Nenyo Haborbor“ zu berichten, an dem wir Montags und Mittwochs nach der Schule teilhaben dürfen (wenn kein Markttag ist, da das Projekt dann nicht stattfindet)…

…das Nenyo-Haborbor-Projekt, welches inzwischen zur E.P. Church gehört, wurde im Jahr 2000 unter anderem von Olivia Wunu gegründet (die dieses Projekt immer noch mit leitet). Dieses Straßenkinderprojekt richtet sich nicht nur an Straßenkinder in dem Sinne, wie ich es vorher im Kopf hatte, die wirklich auf der Straße leben. Die meisten Kinder haben eine Familie und ein Zuhause, sind also nicht Obdachlos, bzw. nicht mehr, weil sie (auch dank des Projektes) zurück in ihre Herkunfts- oder andere Familien vermittelt wurden. Die Kinder stammen jedoch aus ärmeren Haushalten, sodass sie gezwungen waren auch vormittags zu Arbeiten, also z.B. Wasser o.ä. auf der Straße verkauft haben, statt zur Schule zu gehen. Hier in Ho gehören Kinder, die durch den Verkauf von Waren Geld verdienen müssen leider zum täglichen Anblick. Ich glaube, die Kinder (egal welcher sozialen Schicht) übernehmen hier generell schneller und mehr Verantwortung für die Familie, als ich es aus Deutschland kenne, sei es durch das Aufpassen auf die jüngeren Geschwister, Hilfe bei der Hausarbeit oder durch Hilfe beim Geschäft. Durch das Projekt werden die Kinder, wieder an Schulen vermittelt und ihnen bei Bedarf Schuluniformen und sonstiger Schulbedarf zur Verfügung gestellt. Das Ganze wird durch Spendengelder aus Deutschland und den USA finanziert. Auch, um etwas Überblick über die Kinder zu haben, denen man hilft, finden zweimal die Woche nach der Schule Treffen statt. Hier wird je nachdem gemeinsam gebetet, gesungen, gespielt, die Bibel studiert, Gartenarbeit erledigt, Hausaufgaben gemacht, Probleme besprochen und auch eine warme Mahlzeit gegessen. Für die meisten Kinder sicherlich eine schönere Alternative zum „rumhängen“ auf der Straße oder Arbeiten, weshalb sie gerne herkommen!

Merlit und ich dürfen uns an dem Programm, was den Kindern gemacht wird beteiligen. So haben wir beispielsweise schon eine Bibelgeschichte (auf Englisch und Ewe) vorgelesen, besprochen und Bilder dazu gemalt, aber auch schon verschiedene Gruppenspiele mit den Kindern durchgeführt und haben angefangen, mit den Kindern Weihnachtslieder zu üben – auch auf Deutsch. Die Kinder verstehen nicht alle gut Englisch, weshalb es manchmal nicht so einfach ist, mit ihnen zu kommunizieren, aber dafür haben wir dann zur Not immer noch Florence oder Olivia (die das Projekt betreuen) an unserer Seite. Auf jeden Fall macht es Spaß mit den Kids arbeiten zu können und meistens freuen wir uns wirklich dort hin fahren zu können nach der Schule, auch wenn das dann immer unsere langen Tage sind, an denen wir erst gegen 17:30 Uhr zu Hause sind.

Mehr Informationen zum Straßenkinderprojekt (oder falls ihr hierfür spenden möchtet, was ich in jedem Fall als „Gute Sache“ bezeichnen würde) findet ihr unter: http://www.norddeutschemission.de/programme/ghana/strassenkinderprojekt-nenyo-haborbor/ . Natürlich dürft ihr auch mich wie immer weiter mit Fragen löchern!

Die besten Grüße aus dem warmen Ho,

eure Franzi

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Kommentare

  1. 1. Jürgen von Larcher  |  31 Dezember 2017, 19:27

    Hallo, Franziska,
    auch wir sind fleißige Leser deines Blogs und schauen uns die Bilder interessiert an. Dabei kam mir der Gedanke, dass du zur Zeit gerade das machst, was ich mir als junger Mann auch so gewünscht habe.Wie du weißt habe ich aber einen Lebensweg gewählt,der die Erfüllung dieses Wunsches unmöglich machte. Wenn ich aber zurück schaue,stelle ich mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit fest, dass ich keinen einzigen Tag auf diesem Weg bereue. Und: Auch mit 76 Jahren habe ich mir ja einen Traum erfüllen können, in dem ich mit Oma und Christine in meine Heimat Siebenbürgen gereist bin. Und das nach 66 Jahren Abwesenheit! Darum schaue ich getrost und voller Freude auf das, was mich noch erwartet.
    Einen guten Rutsch in das neue Jahr und ,dass sich das Jahr so gestaltet, wie du es dir erwünscht.
    Dein Opa

 

 

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