VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Annika  |  Chantal  |  Charlotte  |  Feli  |  Franzi  |  Fritz  |  Hanna  |  Laura H  |  Laura M  |  Lena  |

Lina  |  Maida  |  Mareike  |  Matthis  |  Merlit  |  Miri  |  Paul  |  Pauly  |  Rebekka  |  Renke  |  Tabea  |

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Weihnachten in Ghana

Autor: franzi | Datum: 15 Februar 2018, 12:58 | 0 Kommentare

Auch Weihnachten ist jetzt schon wieder fast einen Monat vorbei. Dennoch fragt sich der ein oder andere von euch vielleicht, wie Weihnachten in Ghana gefeiert wird und wie es mir an den Weihnachtstagen ergangen ist, da ich dafür ja extra wieder nach Ho gekommen bin. Die Fragen möchte ich euch natürlich beantworten…

…zunächst einmal: Weihnachten wird hier in der E.P. Church viel weniger gefeiert, als ich eigentlich erwartet hätte, weil ja so viele andere Feiertage und Möglichkeiten viel stärker als Anlass für Gottesdienste angesehen werden. Da Heiligabend auf einen Sonntag fiel fand lediglich ein normaler Gottesdienst am Morgen statt, indem es nur nebensächlich um das Thema Heiligabend / Geburt Jesu und Weihnachten ging. Einen Abendgottesdienst oder ähnliches, wie man es aus Deutschland kennt, gab es nicht. So entschieden wir uns der Einladung der anderen deutschen Freiwilligen nachzukommen und Heiligabend bei ihnen zu verbringen. Dass ich das Fifa spielen und Pfannkuchen auf der Hand essen dann als ungemütlich und nicht weihnachtlich angemessen empfunden habe und früh nach Hause gefahren bin lag wahrscheinlich gar nicht an den anderen, sondern da dran, dass es mir echt schwer fiel, den Heiligabend nicht gewohnt ruhig und gemütlich mit Lucas zu begehen. Irgendwie waren so viele Leute um mich herum und trotzdem habe ich mich einsam gefühlt. Ich glaube, die nächsten Heiligabende und das Gewusel um Weihnachten herum weiß ich nach dieser Erfahrung wieder viel mehr zu schätzen! Ich möchte nie wieder Weihnachten alleine verbringen.

Der erste Weihnachtsfeiertag war dann entgegen aller Erwartungen wirklich schön. Morgens waren wir in der Kirche unseres Mentors Eric, da er gepredigt hat. Nachmittags waren wir dann bei unserem Mentor Eric, seiner Frau Fidelia und ihren beiden Töchtern zum Essen eingeladen. Es gab sehr leckeres Fufu und (nicht so leckerer) Wein. Nach dem Essen wurde Musik angemacht und wir haben alle gemeinsam das Wohnzimmer in eine Tanzfläche verwandelt. Abends sind dann die anderen Freiwilligen, Raymond und Fidel noch bei uns vorbei gekommen und wir haben gemeinsam Tilapia gegessen. Wir haben dann auch alle zusammen unsere Bescherung gemacht. Das, was mir an Heiligabend an Gemütlichkeit fehlte haben wir also am ersten Weihnachtsfeiertag ordentlich nachgeholt und hatten alle zusammen eine wirklich wunderbare Zeit. Vor lauter Erschöpfung bin ich irgendwann einfach auf dem Sofa eingeschlafen und alle anderen haben auch einfach bei uns im Wohnzimmer übernachtet.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag waren wir dann noch bei Pat (vom Chor, Mama von der kleinen Akpene und mittlerweile eine gute Freundin, die ich euch bei Gelegenheit noch einmal genauer vorstelle…wir sind fast jeden Sonntag zum Essen bei ihr und kochen dann mehr oder weniger gemeinsam in ihrem Innenhof). Abends sind wir zu einer sogenannten „Crusade“ der E.P. Church gegangen, was man als riesengroßen, mehrtägigen Outdoor-Gottesdienst beschreiben kann, der hauptsächlich dazu da sein soll mehr Leute zu erreichen und als Christen und für die E.P. Church zu gewinnen. Die ganzen Gebete, Predigt, Gesang, Ansagen etc. fanden allerdings auf Ewe statt, sodass wir leider nichts verstehen konnten, und dann doch relativ früh wieder gegangen sind um lieber noch gemütlich den Abend mit einem Bier ausklingen zu lassen.

So, ich würde sagen: Das war unser Weihnachtsfest. Ganz anders, als ich es gewohnt bin und mit allen möglichen Gefühlen durchströmt. Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie hier Ostern gefeiert wird, da alle sagen, dass es größer und aufwendiger gefeiert wird…ich werde es euch berichten

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute!

P.S. Ich musste jetzt erst einmal einen Zeitungsartikel für die „brücken“ der NM schreiben, die alle Unterstützer bekommen und meinen zweiten Rundbrief, daher bin ich mit meinen Blogeinträgen so hinterher. Ich gebe mir Mühe, jetzt ordentlich nachzulegen und hoffe, dass ihr mir trotzdem weiterhin mit großem Interesse folgt!

P.P.S. Wer noch mehr sehen möchte kann sich meinen Instagram Account angucken (yawa.ghana), wo ich euch seit dem Urlaub nach Weihnachten ein paar Fotos mit kurzen Erklärungen zu meinem alltäglichen Leben hochlade.

 

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype